Klimastreik am 20.9. – Zusammen mit Fridays For Future auf die Straßen!

Aufruf zum Klimastreik

Weltweit streiken Kinder und Jugendliche seit Monaten jeden Freitag für ihre Zukunft. Jetzt ruft #FridaysForFuture auch uns Erwachsene auf: Lassen Sie uns gemeinsam auf die Straße gehen – alle zusammen für das Klima!

Die Schüler*innen haben mit ihren Protesten die Politik unter Zugzwang gesetzt. Am 20. September entscheidet die Bundesregierung über ihre nächsten Schritte in der Klimapolitik. Wenn wir alle zusammenstehen, können wir die Regierung zum Handeln treiben.

Wenn es nicht gelingt, die Erderwärmung auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen, droht eine Klimakatastrophe, die nicht mehr aufzuhalten ist. Der Protest und die Forderungen der Schüler*innen sind notwendig, um die Klimakrise zu stoppen. Jetzt gilt es für uns alle, uns dem Protest von #FridaysForFuture anzuschließen.

Machen Sie mit: Kommen Sie am 20. September zur Demonstration bei Ihnen vor Ort!

Wir fordern zusammen: Klimaschutz jetzt!

Energiewende und Klimaschutz voranbringen


Veranstaltung in Nürnberg formuliert dringende Forderungen an Politik und Gesellschaft – ein Bericht vom Veranstaltungsteam

 Was können wir tun, um unsere Klimaziele zu erreichen? Eine Frage mit Gewicht, über die am 18. Juli 2019, zusammen mit kompetenten Referenten im Uhrenhaus der N-ERGIE Aktiengesellschaft in Nürnberg Sandreuth, diskutiert wurde.

Bereits zum zweiten Mal haben sich sehr unterschiedliche Akteure zusammengefunden, um das Thema Energiewende und Klimaschutz in einer spannenden Veranstaltung zu beleuchten und zu diskutieren. Gemeinsam mit der N-ERGIE Aktiengesellschaft, dem BUND Naturschutz in Bayern und den Kommunen der Region lud das Aktionsbündnis gegen die Süd-Ost-Trasse zu einem informativen Abend ein. Die Vortragenden formulierten klare politische Botschaften und waren sich einig, dass eine massive Beschleunigung beim Klimaschutz notwendig ist.

„Eine mutlose Klimaschutzpolitik hat Deutschland um Jahre zurückgeworfen. Nun ist es höchste Zeit für eine energiepolitische Kehrtwende, die alle Sektoren berücksichtigt und in sich konsistent ist. Ein solches Konzept umfasst einen verursachergerechten CO2-Preis mit Lenkungswirkung, den massiven Ausbau erneuerbarer Energien in Bayern und eine Wärmewende mit hocheffizienter Kraft-Wärme-Kopplung und Grüngasquote zur sukzessiven Dekarbonisierung des Gebäudesektors“, forderte Josef Hasler, Vorstandsvorsitzender der N-ERGIE Aktiengesellschaft.

Hasler fand in seinem sehr persönlichen, beeindruckenden Vortrag klare Worte: „Ich verstehe die Lobby-Positionen, aber ich muss sie nicht akzeptieren!“, so sein scharfer Kommentar zu den derzeitigen Entwicklungen auf dem Energiemarkt. Das planlose Vorgehen des sogenannten Klimakabinetts bezeichnete er als „nicht sehr ermutigend“. Es sei nicht nur möglich, sondern sogar netzstabilisierend, 25 Prozent der Kohlekraft schnell vom Netz zu nehmen.

Deutlich wurde: Da das genaue Vorgehen beim Kohleausstieg noch gar nicht verbindlich sei, kann es nicht sein, dass dieser schon in die Berechnungen für den Netzausbaubedarf eingeflossen ist – was im Gegensatz zu den Behauptungen der Bundesnetzagentur steht. Damit wollte sie auf dem Energiegipfel belegen, dass trotz des Kohleausstiegs Bedarf für den Südostlink und den Südlink bestehe.

„Diese Trassen braucht kein Mensch!“, folgerte auch der Chef der N-ERGIE. Insgesamt seien keine ausreichenden Daten und transparenten Belege vorhanden, um feststellen zu können, wie der Zustand und die Auslastung der Netze tatsächlich sei. Demnach könne auch nicht ohne weiteres behauptet werden, dass die Juraleitung P53 alternativlos ist.

„Eine bürgernahe und dezentrale Energiewende ist die wichtigste Maßnahme, um das Ziel des Pariser Klimaabkommens, die Erderwärmung auf maximal 1,5 Grad zu begrenzen, zu erreichen. Wir brauchen deshalb eine Vervierfachung der Photovoltaik und eine naturverträglich mögliche Verdopplung der Windkraftanlagen in Bayern, weshalb unter anderem die 10-H-Regel für Windenergieanlagen abgeschafft werden muss“, stellte Richard Mergner, Vorsitzender des BUND Naturschutz Bayern, bei seinem engagierten Vortrag in

den Vordergrund. Er forderte daher von der bayerischen Landespolitik deutlich mehr Aktivitäten zur Energiewende und zum Klimaschutz. Klimaschutz, erneuerbare Energien, Netzausbau, Speicher, Elektromobilität… Die Vielzahl der Energiewende-Themen verwirrt. „Der Weg in eine erneuerbare Zukunft ist weniger kompliziert, als er in der öffentlichen Diskussion erscheint“, stellte Daniel Bannasch, geschäftsführender Vorstand von MetropolSolar Rhein-Nekar e.V., klar. Damit jeder verstehen kann, worum es bei der Energiewende wirklich geht, hatte er alle wichtigen Informationen dazu auf einen Bierdeckel gepackt – ein Vortrag, der auch aufgrund seines innovativen Konzeptes in Darstellung und Inhalt überzeugte.

Die zentrale Aussage auf dem „Bierdeckel“ ist: Wir können 100% erneuerbare Energien bis spätestens 2030 erreichen. Das gehe umso schneller, je weniger die Politik den Durchbruch echter Lösungen mit falschen Konzepten und Weichenstellungen aktiv behindere, davon ist Bannasch überzeugt. Photovoltaik (PV) lässt sich in einer unglaublichen Geschwindigkeit realisieren. Gerade auch auf lokaler und regionaler Ebene eröffnen sich bislang riesige, ungenutzte Möglichkeiten, Sonne zu „ernten“. Daniel Bannasch verwies dabei auf das Recht eines jeden Menschen, die Sonnenenergie frei zu nutzen – wer immer also die Möglichkeiten hat, sollte sich für einen Ausbau von PV einsetzen und dies auch persönlich nutzen. Die gesamte Energiewende entwickelt dann eine neue Dynamik, wenn man sich auf Photovoltaik konzentriert.

Die Energiewende auf dem Bierdeckel – YouTube

Netzbetreiber TenneT fährt die Energiewende an die Wand!

Stellungnahme zum NEP 2030 – Empfehlenswert!
BUND Naturschutz in Bayern e.V., kritisiert SuedLink-Planungen und schlägt Alternativen vor

Der Übertragungsnetzbetreiber TenneT hat die Planung einer Vorzugstrasse
für den Bau der Höchstspannungs-Gleichstrom-Übertragungsleitung (HGÜ) SuedLink von der Elbe bis nach Schweinfurt und Heilbronn vorgelegt, die Bayern in Unterfranken in den Landkreisen Rhön-Grabfeld, Bad Kissingen, Schweinfurt und Würzburg tangiert und dann nach Baden-Württemberg weiterführt. Der Bau der über 600 km langen HGÜ-Leitung wird mit 40 m Breite eine große Schneise in die
Landschaft, Wälder und Felder schlagen.

„Energiewende geht anders und besser als mit der Stromleitung Sued- Link – die Stromnetzplanung muss völlig neu aufgesetzt werden. Wir setzen auf eine dezentrale Energiewende, auf Bürgerenergie und Kommunen und technische Alternativen in einem neuen Strommarkt, mit deutlich geringeren Naturschäden!“ so Richard Mergner, Vorsitzender des BUND Naturschutz in Bayern e.V.

PM-022-19_Netzbetreiber Tennet fährt Energiewende an die Wand

Lex Hartmann denkt laut über Sinn und Unsinn neuer Stromtrassen nach – bevor er Tennet verlässt!

Netzbetreiber will Netzausbau nicht überstürzen
Wirtschaftsminister Peter Altmaier besichtigt neue Strommasten

Während Wirtschaftsminister Altmaier den Netzausbau als wichtigstes Thema der Energiewende begreift, denkt Netzbetreiber Tennet laut über Sinn und Unsinn neuer Stromtrassen nach und präsentiert kritische Überlegungen. Mit vorhandenen Technologien und Speichern könnten neue Netze überflüssig werden.

Netzausbau nicht notwendig? Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier informierte sich an Ort und Stelle. (Foto: © W. Wilming)

Tennet strukturiert um: Hartman geht

Lex Hartman legt sein Amt als Vorstandsmitglied und Geschäftsführer bei Tennet nieder.

Bild: © Tennet Personal 21.12.2018

Der Übertragungsnetzbetreiber Tennet will mehr Klarheit in der Führungsstruktur schaffen. Zwei Topmanager steigen nun aus dem Unternehmen aus.

Offener Brief an Bundeswirtschaftsminister Dr. Peter Altmaier –

Lasst uns endlich über die Energiewende sprechen!