Wind

Windenergie ist nichts anderes als Sonnenenergie – Sekundäre Sonnenenergie. Denn Winde entstehen, weil manche Bereiche auf der Erde mehr Sonne abbekommen als andere. Warme Luft dehnt sich dann aus, steigt nach oben. Kühlere Luft fließt nach und füllt das Vakuum auf. Und zur Zeit ist es die Energieform aus der Reihe der Erneuerbaren Energien, die einen der höchsten Erntefaktoren erzielt. Das heisst, dass ein Windrad, die für seine Herstellung benötigte Energie, relativ schnell wieder gewinnt. Je nach Standort in drei bis sieben Monaten. Windenergie ist preiswert. So preiswert, dass sie schon beinahe den fossilen Energien Konkurrenz macht. Deshalb meinen wir, dass Windkraft im Binnenland – speziell in Bayern – mehr Beachtung verdient. Aber Windräder nicht um jeden Preis.

Wir vom Arbeitskreis Wind haben uns zum Ziel gesetzt

Standortwahl

  • Auswahl der besten Standorte im Landkreis, zunächst ab einer Höhenlage von 500 m
  • Ausweisung der Flächen im Einklang mit Natur und Umwelt. Windparks sollten so geplant werden, dass diese vom Talgrund sowie von den Taleinhängen wenig einsehbar sind. Auch keine Windräder an Hangkanten. Radfahrer, Panoramaweggeher und Bootsfahrer sollten weiterhin viel „ursprüngliche“ Landschaft genießen können.
  • Bündelung der Anlagen in Form von kleinen bis mittleren Windparks, Vermeidung von „Wildwuchs“ in Form von vielen Einzelanlagen
  • „Interkommunaler Windpark“: Abstimmung der besten Standorte innerhalb einer Gemeinde mit Nachbargemeinden oder auch Nachbarlandkreisen
  • Solidarität im Landkreis ist von besonderer Bedeutung. Gemeinden mit guten Windstandorten dürfen sich nicht von dieser Aufgabe ausklinken und über den Klageweg Windkraftnutzung verhindern. Die Energiewende geht uns alle an, veraltete Ideologien müssen auf diesem Gebiet der Vergangenheit angehören.

Umsetzung

  • Neubewertung der Windkraft in Landschaftsschutzgebieten ist zwingend nötig (vgl. Naturpark-Schutzzone). Die bisherige Ersatzflächenforderung muss aufgehoben werden. Das Windrad braucht eine neue positive Betrachtungsweise. Naturpark und naturnahe Energieerzeugung brauchen und dürfen sich nicht ausschließen.
  • rasche Ausweisung von Windkonzentrationsflächen durch die Kommunen
  • rasche Einleitung der Planungsphase

Aus der Region für die Region

  • Windkraftanlagen als Bürgerwindräder, als Genossenschaftswindräder, als Verbundprojekte von Stadtwerken…
  • Dadurch bleibt die Wertschöpfung vor Ort bzw. in der Region. 150 Millionen Euro verschwinden zur Zeit noch jährlich bei den Stromversorgern. Das muss nicht sein.
  • Die Finanzierung über örtliche bzw. regionale Banken
  • finanzielle Beteiligung der örtlichen Bevölkerung sollte von Beginn an auch mit einbezogen werden.

Transparenz und Kommunikation

  • Transparenz und offene Kommunikation müssen oberste Priorität haben. Transparenz undoffene Kommunikation in Form von Bürgerversammlungen, Presseberichten… haben eine zentrale Bedeutung. Dazu wollen auch wir vom Kreis Eichstätt einen Beitrag leisten.

Was ist kurzfristig zu tun

  • Der Landkreis sollte zusammen mit allen Gemeinden im Landkreis mit Hilfe von unabhängigen Spezialisten ein fachlich kompetentes Gesamtkonzept erstellen.
  • Eine gute Abstimmung innerhalb der Gemeinden des Landkreises Eichstätt sowie der Gemeinden der benachbarten Landkreise ist von zentraler Bedeutung. Die besten Standorte sollten als Windvorranggebiete zügig ausgewiesen werden, die erforderlichen Planungen sollten rasch eingeleitet werden.
  • Die Frage der Ersatzflächenregelung bei der Ausweisung von Windparks in der Schutzzone des Naturpark Altmühltales m u s s neu bewertet werden. Die Ersatzflächenregelung sollte weitgehend entfallen.
  • Die Bevölkerung m u s s von Beginn an „mitgenommen“ werden.

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