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Ein schwarzer Tag für die Energiewende

Ein schwerer Schlag für die dezentrale, regenerative Energieerzeugung in Bürgerhand!

Energiewende - Nicht labbern, machen!

Neuer Bürgerwindpark                                    EICHSTÄTTER KURIER

 

Vertreter des Planungsunternehmens und die Vorstände der Bürgerenergiegenossenschaft
Neue Energie Dollnstein eG beim Baubeginn am Standort Pollenfeld. - Foto: Wolfgang Hierl

Dollnstein/Pollenfeld (EK) Die Erdarbeiten haben bereits begonnen, im August entstehen die Fundamente, im November sollen sich die beiden Windräder drehen: Der neue Bürgerwindpark der Energiegenossenschaft Dollnstein bei Pollenfeld nimmt konkrete Formen an.

Dabei hat sich in den vergangenen Monaten Entscheidendes getan. Sah die ursprüngliche Planung nur den Bau eines Windrades vor, entstehen nun doch zwei Anlagen – und damit ein Bürgerwindpark mit einer Gesamtinvestition von knapp zehn Millionen Euro.

„Wir haben von einem Regensburger Projektentwickler ein weiteres Projektrecht im Windvorranggebiet Pollenfeld erworben“, bestätigt Anton Risch, Vorstand der Bürgerenergiegenossenschaft Neue Energie Dollnstein. „Es war uns wichtig, dass die zweite Anlage in Bürgerhand bleibt und nicht von einem Fremdinvestor betrieben wird.“ Über 140 Mitglieder haben sich laut Risch der Bürgerenergiegenossenschaft angeschlossen – darunter auch der Landkreis Eichstätt. Dabei stammen über 90 Prozent der Mitglieder und der Beteiligungssumme aus dem Landkreis Eichstätt. „Wir sind ein Bürgerprojekt und kein Spielfeld für große Investoren“, sagt Risch. Rund zehn Millionen Euro kostet der Bau der beiden Windräder. 70 Prozent der Bausumme kommen von den Banken, 30 Prozent bringt die Neue Energie Dollnstein eG ein – aus Genossenschaftsanteilen und sogenannten Nachrangdarlehen mit einer Laufzeit von 20 Jahren und einem Zinssatz von vier Prozent. „Einen Großteil des erforderlichen Eigenkapitals haben wir bereits zusammen. Noch besteht die Möglichkeit, sich an der Bürgerenergiegenossenschaft zu beteiligen, aber in Kürze wird es für Interessenten eine Warteliste geben“, macht Anton Risch klar.

Planung und Umsetzung des Projekts liegt in den Händen der neoVIS Energie GmbH mit Sitz in Landshut. Anfang
2014 ging der von neoVIS initiierte und geplante Bürgerwindpark in Denkendorf ans Netz – der größte seiner Art in Oberbayern. „Wir verwenden bei den neuen Anlagen am Pollenfeld schallreduzierte Rotorblätter. Das ist aktuell der höchste, aber auch der teuerste Standard“, so neoVIS-Geschäftsführer Stephan Schinko. Die beiden neuen Anlagen sind bis zur Nabe knapp 140 Meter hoch und entstehen westlich der drei bereits bestehenden Windräder. Läuft alles nach Plan, drehen sich die Rotoren mit einem Durchmesser von 120 Metern im November zum ersten Mal. Bei einer Gesamtleistung von fünf Megawatt wird eine Stromerzeugung von über elf Millionen Kilowattstunden prognostiziert, was dem Jahresverbrauch von rund 2750 Dreipersonenhaushalten entspricht. Vom ersten Tag der Planung an hätten die Verantwortlichen Wert darauf gelegt, alle Betroffenen einzubinden und regionale Firmen zum Zug kommen zu lassen, wie es hieß. Weitere Informationen unter

www.buergerwindparkpollenfeld.de

www.neue-energie-dollnstein.de